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Wie bin ich zu BARF gekommen?

16. Juli
3 Min. Lesezeit

Hunde begleiten mich bereits seit vielen Jahren und sind ein wichtiger Teil meines Lebens. Daher war mir auch der Begriff BARF schon lange bekannt. Allerdings begegnete mir rund um dieses Thema eine Vielzahl unterschiedlichster Meinungen. Die Aussagen reichten von „Gib deinem Hund einfach Pansen, dann bekommt er alles, was er braucht“ bis hin zu „BARF führt zwangsläufig zu schweren Nährstoffmängeln und macht Hunde krank“. Bei so vielen widersprüchlichen Informationen habe ich mich lange auf hochwertiges Fertigfutter verlassen. Rückblickend muss ich jedoch zugeben, dass auch ich den Versprechen der Futtermittelindustrie vertraut habe, ohne vieles davon wirklich zu hinterfragen.



Als Ylvie schließlich vom Züchter zu uns kam, stand für mich fest: Ich möchte von Anfang an barfen. Auf der Suche nach Unterstützung fand ich eine wundervolle BARF-Ernährungsberaterin, die uns durch Ylvies erstes Lebensjahr begleitet hat. In dieser Zeit konnte ich unzählige Fragen stellen – und davon hatte ich wirklich viele. Mir war es wichtig, nicht nur zu wissen was gefüttert wird, sondern vor allem warum. Warum braucht ein Hund bestimmte Komponenten? Warum werden manche Lebensmittel empfohlen und andere nicht? Dieses Wissen hat mich fasziniert und mein Interesse an der Hundeernährung immer weiter vertieft.


Ein Jahr später zog Knut bei uns ein. Auch er sollte von Anfang an gebarft werden. Allerdings brachte er eine große Herausforderung mit: Er kam mit einer schweren Giardien- und Kryptosporidieninfektion zu uns. Bei Knut führte die zunächst tierärztlich verordnete Behandlung nicht zum erhofften Erfolg. Deshalb suchten wir gemeinsam mit fachkundigen Ansprechpartnern nach weiteren Möglichkeiten, ihn zu unterstützen. Dabei wurde auch seine Ernährung individuell angepasst. Bereits nach kurzer Zeit besserte sich sein Durchfall deutlich; zwei Monate später war der Kontrollbefund negativ. Dies ist unsere persönliche Erfahrung und lässt sich nicht pauschal auf andere Hunde übertragen. Diagnose und Behandlung von Giardien gehören immer in tierärztliche Hände.


Diese Erfahrung hat mich nachhaltig beeindruckt. Sie zeigte mir, welchen Einfluss eine individuell angepasste und artgerechte Ernährung auf die Gesundheit eines Hundes haben kann. Mein Wunsch, mehr über BARF und Hundeernährung zu lernen, wurde immer größer. Schließlich entschied ich mich, selbst die Ausbildung zur BARF-Ernährungsberaterin zu absolvieren.


Bei der Suche nach einer passenden Ausbildung war mir schnell klar, dass ich mehr wollte als einen kurzen Wochenendkurs. Mir war eine fundierte, tiefgehende und seriöse Ausbildung wichtig, die nicht nur oberflächliches Wissen vermittelt, sondern die Zusammenhänge der Hundeernährung verständlich und wissenschaftlich nachvollziehbar erklärt. Nach intensiver Recherche entschied ich mich daher für die Ausbildung an der THP-Schule. Dort absolviere ich seit Februar 2026, bis Jänner 2027, die Ausbildungen zur BARF-Ernährungsberaterin und kann mein Wissen auch durch spezielle Zusatzwebinare kontinuierlich vertiefen und erweitern.


Heute werden beide Dackel selbstverständlich gebarft. Doch nicht nur bei den Mahlzeiten achte ich auf eine hochwertige und natürliche Ernährung. Auch bei der Auswahl von Leckerlis lege ich großen Wert darauf, dass diese frei von unnötigen Zusatzstoffen sind. Für mich bedeutet BARF weit mehr als nur eine Fütterungsmethode – es ist eine bewusste Entscheidung für die Gesundheit und das Wohlbefinden meiner Hunde.


Ich bin meiner Ernährungsberaterin irrsinnig dankbar. Sie hat mich von Anfang an auf unserem BARF-Weg begleitet, stand mir bei Ylvie mit viel Geduld und Fachwissen zur Seite und hat unzählige meiner Fragen beantwortet. Auch bei Knut durfte ich auf ihre Unterstützung und Erfahrung vertrauen – und das bis heute. Gerade in schwierigen Zeiten war es für mich unglaublich wertvoll, eine kompetente Ansprechpartnerin an meiner Seite zu haben.


Ihre Begleitung hat nicht nur maßgeblich dazu beigetragen, dass ich meine Hunde mit einem guten Gefühl barfen kann, sondern auch meine Begeisterung für die Hundeernährung geweckt und gefördert. Ohne ihre Unterstützung wäre ich wahrscheinlich nicht den Weg zur BARF-Ernährungsberaterin gegangen

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